Liebe

Die Rosen blühen, die Tage sind lang und das Licht hat seinen Höhepunkt erreicht – es ist Sommer, die Zeit in die der Geburtstag meiner Shiatsu-Praxis fällt.
Diesmal ist es der 6.
Wie auch in der Vergangenheit ist dieser Geburtstag ein guter Anlass mich über Bewährtes zu freuen und Überholtes loszulassen. Meinen Herzenswünschen nach zu gehen und meiner Intuition zu vertrauen um Neues zu integrieren.
Vor allem aber ist der Geburtstag eine wunderbare Gelegenheit mich bei all den Menschen zu bedanken, denen ich im Zusammenhang mit dem Shiatsu begegnet bin.
Berühren und berührt werden, zuhören und gehört werden, sehen und gesehen werden, mitfühlen und das Gefühl von Dankbarkeit sind Glücksmomente die ich immer wieder erleben kann und die mein Leben unendlich bereichern.
Danke, Danke, Danke!
Eigentlich, so hatte ich den Eindruck, ist nicht viel Neues geschehen. So dachte ich, bis zu dem Moment, in dem ich aufschrieb welche Ereignisse und Entwicklungen das letzte Jahr geprägt haben.
Ich hatte ja bereits im letzten Rundbrief die Idee beschrieben mehr mit den Tönen der Klangschalen zu arbeiten. Mittlerweile habe ich den 1. Workshop der Peter Hess-Ausbildung absolviert und werde im nächsten Jahr sicherlich weitermachen. In der Zwischenzeit lasse ich die Klangschale tönen und nehme wahr was passiert.
Meine Meditationspraxis hat einen neuen Impuls bekommen, weil ich an einem sehr intensiven Wochenende in einer sehr kleinen Gruppe mit dem Meditationslehrer Han Shan praktiziert habe. Die Übung der Achtsamkeit steht im Zentrum seiner Lehre. Achtsamkeit beim Atmen und mitbekommen wie ein Gedanke, ein Gefühl, ein Schmerz, ein Bild oder ein Geräusch entsteht. Das ist sowohl herausfordernd  und spannend zugleich.
Eine schöne Unterstützung beim Üben ist mir in diesem Zusammenhang Mirjam Schönfeld aus Rettmer, die dort als Heilpraktikerin eine astrologische Praxis hat und wunderbare Neu-und Vollmondmediationen anbietet.
Schon im letzten Jahr begonnen,  aber doch noch blutige Anfängerin bin ich bei Tangotanzen.
Gemeinsam mit meinem Mann übe ich mich in einer Gruppe von netten Leuten im Tango Argentino. „Tanzen kann ich“, also kann das mit dem Tango auch nicht so schwer sein, hab ich gedacht. Weit gefehlt! Beim Tango Argentino führt der Mann und die Frau wartet ab und folgt, ausnahmslos. Eine große Herausforderung aber auch ein schöner, neues Impuls für eine langjährige Partnerschaft.
Ein ebenfalls großer Impuls und für mich eine völlig neue Erfahrung war meine Teilnahme an einer Schwitzhütte. Im April fuhr ich für ein Wochenende in das schöne Havel-Elbe-Dreieck bei Stendal und habe mit 20 Männern, Frauen und Kindern gemeinsam den Platz vorbereitet, schmackhaftes Essen gekocht, das Feuer gehütet, für glühend heiße Steine gesorgt und an einer 2stündigen Frauen-Schwitzhütte teilgenommen. Das Gefühl von tiefster Reinigung und die Gewissheit, dass einige Hürden in meinem Leben endgültig genommen sind schwingen noch jetzt in mir. Ein Bad im eiskalten Fluss, ein tiefschwarzer, stiller Nachthimmel und eine sehr berührende Abschlussrunde haben einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Die Einfachheit, die Verbundenheit mit der Natur und den Elementen, die Begegnung mit den Menschen und das Vertrauen in meine Kraft sind mir an diesem Wochenende mit der Schwitzhütte begegnet. Ich habe lange gebraucht um meinem Herzen dorthin zu folgen und freue mich dass es jetzt in meinem Leben einen Platz hat.

Wenn wir den Dingen, die uns am Herzen liegen Raum geben und ihnen nachgehen macht uns das glücklich und nährt uns.
In diesem Sinne wünsche ich eine glückliche Zeit.